23. Aug. 2012
Vereinschronik des UFC Tadten
GRÜNDUNG DES UFC TADTEN
Der Fußballverein Tadten kann auf eine lange Tradition verweisen. Gegründet wurde der Verein von Ludwig Steiner im Jahre 1935.Während des Krieges war der Meisterschaftsbetrieb unterbrochen und nach dem Krieg (1946) setzte man die Meisterschaft wieder fort. Im Bezirk gab es 2 Klassen;Tadten spielte in der 2.Klasse. Die Nachkriegsmannschaft löste sich nach dem Krieg auf. Nach einer 4-jährigen Pause wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Die Mannschaft erreichte in der Saison 1953/1954 den 3. Tabellenrang hinter Halbturn und Neudorf. Das Team zerfiel aber leider und der Spielbetrieb wurde von 1957 bis 1962 eingestellt.
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Weitere Spieler: Robert Zwickl,Richard Wurzinger,Konrad Lunzer,Johann Sattler,M.Ebner,Paul Zwickl |
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1963 wurde der UFC TADTEN gegründet. Die Vereinsleitung setzte sich wie folgt zusammen: |
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Obmann: |
Burjan Georg |
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Obmannstv.: |
Lidy Andreas |
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Lt. Fachwart: |
Burjan Martin |
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Kulturwart: |
Kallich Albin |
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Schriftwart: |
Altmann Josef |
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Kassawart: |
Sack Johann |
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Gerätewart: |
Stermetzky Franz |
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Begonnen hat der UFC Tadten in der 2.Klasse A Nord und im Jahre 1966 wurde der Aufstieg in die 1.Klasse A Nord fixiert. |
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1969 musste folgte dann leider der Abstieg in die 2.Klasse A Nord.1980 gelang dann wieder der Aufstieg in die 1.Klasse Nord und im Jahr darauf stieg der UFC Tadten in die 2.Liga Nord auf.1992 wurde der Sprung in die Landesliga geschafft, wo sich der UFC Tadten bis zum Jahre 2006 etablieren und schöne Erfolge feiern konnte.
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Die Meistermannschaft 1992 |
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Stehend: |
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Trainer Andreas Ebner,Masseur Robert Hautzinger,Walter Lidy,Franz Lehner,Andreas Wehofer,Günther Ebner,Gerhard Bors,Herbert Ebner,Erich Graner,Jürgen Ebner,Walter Csigo,Sektionsleiter Josef Ebner |
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Sitzend: |
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Christian Ebner,Dietmar Ebner,Ernst Bodor,Manfred Sack,Gerhard Lindenberger,Laszlo Kakas,Harald Bodor,Reinhard Ebner,Herbert Bodor,Thomas Felzmann |
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2006 musste man dann aber wieder der Abstieg in die 2.Liga Nord hinnehmen. |
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1. EPOCHE: Lern- und Lehrjahre
1963 - 1970
Von 1963 bis 1970 mit Auf- und Wiederabstieg in die 2.
Klasse Nord.
Die Mannschaft, mit welcher der UFC TADTEN 1963 in die
burgenländische Meisterschaft eintrat, bestand bis auf einigen
Routiniers, aus völlig unerfahrenen jungen Spielern. Da der
Fussballbetrieb in Tadten von 1956 - 1962 eingestellt war,
hatten die Spieler keinerlei Spielpraxis, geschweige denn ein
geregeltes Training.
Erst im Jahre 1962 absolvierte eine zusammengestellte Mannschaft einige Freundschaftsspiele gegen umliegende Ortschaften, die natürlich allesamt verloren wurden.
Im ersten Halbjahr der Meisterschaft 1963/64 erreichte unser
unerfahrenes Team lediglich 2 Punkte auf dem grünen Tisch, weil
Pamhagen nicht angetreten war.
Im Frühjahr konnten dann immerhin schon 4 Spiele gewonnen
werden, was in der Endtabelle schließlich den 6. Platz
bedeutete.
Im zweiten Spieljahr erfolgte dann eine Steigerung auf den
4. Tabellenplatz in der Endabrechnung.
Im dritten Jahr zeigte es sich, dass in dieser Mannschaft
Potenzial steckte, denn am Ende dieser Meisterschaft hieß der
Meister bereits UFC TADTEN.
Es folgten dann vier schwere Jahre in der 1. Klasse Nord und
zugleich vier Jahre Kampf gegen den Abstieg.
Die ersten 3 Jahre wurden erfolgreich bestanden, aber im
vierten Jahr erwischte es unsere unerfahrene Truppe doch und
wir mussten wieder in den Fussballkeller der 2. Klasse Nord
absteigen.
2. EPOCHE: 10 Jahre Kampf um den Aufstieg
1970 - 1979
Von 1970 bis 1979 war unsere Mannschaft in der 2. Klasse immer im vorderen Drittel der Tabelle, aber der Durchbruch wollte einfach nicht gelingen. Im zehnten Jahr gelang dann endlich der lang ersehnte und schon längst verdiente Meistertitel in sehr überzeugender Weise. Mit einem Vorsprung von 9 Punkten auf den zweitplatzierten St. Georgen, den meist geschossenen Toren (108) und den wenigsten Gegentoren (18), erregte der UFC TADTEN erstmals Aufmerksamkeit im burgenländischen Fussball.
Besonders die Tatsache, dass dieser Erfolg ohne fremde Hilfe, dass heißt mit lauter einheimischen Spielern erreicht wurde, brachte dem UFC TADTEN Lob und Anerkennung in der burgenländischen Fussballszene.
Den Schwung und die Begeisterung dieses Meisterjahres nahm die Mannschaft in die 1. Klasse Nord mit. Es gelang ihr auf Anhieb auch in dieser Klasse spielerische Glanzlichter zu setzen und um den Meistertitel mitzukämpfen.
Da es 1981 zwei Aufsteiger in der 1. Klasse Nord gab, reichte schließlich der 2. Platz hinter dem Meister Halbturn, um den sofortigen Durchmarsch in die 2. Liga Nord perfekt zu machen.
3. EPOCHE: 2.Liga Nord
1979 - 1991
Die zweite Liga war immer das Traumziel des UFC TADTEN, denn an noch weiter nach oben dachte man zu diesem Zeitpunkt nicht einmal im Traum.
In dieser "Bezirksliga" wollte man sich etablieren, denn hier gab es viele interessante "Derbys" und auch dementsprechend viele Zuschauer.
Vom ersten Spiel (1:0 gegen Klingenbach) zeigten unsere Spieler, dass sie das nötige Rüstzeug mitbrachten, um mit den starken Mannschaften in dieser Liga mitzuhalten. Es gab zwar auch Spiele bei denen man noch kräftig Lehrgeld zahlte, (3:7 zu Hause gegen Wallern), aber man lernte schnell dazu und am Ende des ersten Meisterschaftsjahres belegte der UFC TADTEN einen guten 6. Platz in der Tabelle.
In der selben Tonart ging es auch in den folgenden Jahren weiter, der UFC TADTEN war am Ende der Meisterschaft immer in der vorderen Tabellenhälfte zu finden.
Der Aufstieg in die Landesliga schien aber unerreichbar und war eigentlich nie ein ernstes Thema.
Bis zum Jahre 1991 - unser Team war inzwischen gut eingespielt, die Mischung von Routiniers und jungen Talenten passte gut zusammen und die Kameradschaft war vorbildhaft. Doch die großen Favoriten in diesem Jahr waren eindeutig der Landesligaabsteiger Pandorf und unser Nachbar Andau.
Die Parndorfer hatten sich mit einigen hochkarätigen Stars aus der Regionalliga verstärkt und schienen mit dieser Besetzung schier unschlagbar. Die Andauer, die im vorigen Jahr den Vizemeistertitel holten, wollten auch unbedingt wieder in die Landesliga aufsteigen.
Den UFC TADTEN hatte eigentlich niemand auf der Titelrechnung. Umso größer war dann die Überaschung, als unsere Mannschaft zu einem unglaublichen Durchmarsch ansetzte. Spiel um Spiel wurde gewonnen und der Höhepunkt war, als man im vorletzten Spiel der Herbstrunde, beim großen Rivalen Andau, mit 4:0 siegreich blieb und damit auch schon den Herbstmeistertitel fixierte.
Das letzte Spiel gegen Deutsch Jahrndorf wurde auch noch mit 3:1 gewonnen und danach wurde der Halbzeitmeister ordentlich gefeiert.
In der Winterpause nahm der UFC TADTEN an einem stark besetzten Hallenturnier in Eisenstadt teil und unsere Burschen machten auch auf dem Hallenparkett eine blendende Figur.
In Tadten war ein richtiges Fussballfieber ausgebrochen und die zahlreichen Fans warteten gespannt auf die Frühjahrsmeisterschaft.
Wird die Erfolgserie weitergehen? Können unsere Burschen die hohen Erwartungen auch im zweiten Halbjahr erfüllen? Ist der Meistertitel und der damit verbundene Aufstieg in die höchste Liga des Burgenlandes wirklich realisierbar?
Nun, alle Fragen konnten mit einem eindeutigen JA beantwortet werden.
Obwohl unsere "Himmelsstürmer" in der 17. Runde beim stärksten Rivalen Parndorf die erste und einzige Niederlage (1:3) einstecken mussten, war der "Tadten-Express" nicht mehr aufzuhalten.
Von den restlichen 9 Spielen wurden 6 gewonnen und 3 endeten unentschieden.
Vor den letzten beiden Runden stand es bereits fest - UFC TADTEN ist Meister der 2. Liga Nord und steigt in die Landesliga auf.
Der Jubel in Tadten war groß und die Heimfahrt nach dem letzten Meisterschaftsspiel in Deutsch Jahrndorf wurde für den frisch gebackenen Meister zu einem wahren Triumphzug.
Jung und Alt applaudierten unseren erfolgreichen Kickern zu, als sie in Begleitung der Musikkapelle mit offenen Autos durch die Ortschaft fuhren. Die feuchtfröhliche Feier auf dem Sportplatz dauerte bis in die Morgenstunden und wird allen, die damals dabei waren, sicher noch in guter Erinnerung sein.
4. EPOCHE: Landesliga
1991 - 2005
Als der UFC TADTEN 1992 in die Landesliga aufstieg, gab es nicht wenige, die ihm nur ein kurzes Leben in der höchsten Spielklasse prophezeiten. 2003, elf Jahre danach spielt der UFC TADTEN noch immer in dieser Eliteklasse des Burgenlandes und zählt mittlerweile sogar zu den zehn Topclubs des Landes.
Jahr für Jahr schielte man aus den umliegenden Gemeinden neidvoll nach Tadten und wartete gespannt, wann es wieder bergab geht.
Aber unserer Mannschaft ist es bis jetzt immer wieder gelungen die "Schwarzseher" zu enttäuschen, und die eigenen Fans mit guten Leistungen zu erfreuen. In elf Jahren kam der UFC TADTEN zehnmal in die CUP-Ränge. Eine Ausbeute, die ihresgleichen sucht und auf die man in unserer Gemeinde zu Recht stolz sein kann. Unsere Fussballer haben es geschafft, dass der Bekanntheitsgrad von Tadten im Burgenland und darüber hinaus enorm gestiegen ist.
Ausschlaggebend für diesen sportlichen Erfolg war und ist in erster Linie sicher die hervorragende Kameradschaft unter den Spielern und die Harmonie zwischen Mannschaft, Funktionären und den vielen treuen Fans.
Nur in einem gesunden und konfliktfreien Umfeld ist es möglich, dass eine Mannschaft wie die unsere auf diesem Niveau solange erfolgreich bestehen kann.
Der Beginn dieser "goldenen Epoche" war sicher alles andere als leicht. Dem Unentschieden im ersten Spiel gegen Neufeld folgte eine knappe 0:1 Niederlage in Klingenbach. Gegen Mitaufsteiger Deutschkreutz feierte unser Team zu Hause den ersten tollen Erfolg in der Landesliga. Es folgte ein 2:4 in Rudersdorf und im nächsten Heimspiel brach Rohrbach mit einem 3:1 Sieg den stolzen Rekord des UFC TADTEN, der zuvor in 22 Heimspielen ungeschlagen blieb. Dem 0:2 in Gols folgte ein nur schwer verdaubares 0:6 gegen Hirm. Nach diesem Heimdebakel dachen sich viele, dass es für den UFC TADTEN nur ein kurzes Gastspiel in der Landesliga werden wird.
Doch dann zeigte es sich, was für ein guter Charakter und welcher Siegeswille in dieser Mannschaft steckte.
Beim Südligaaufsteiger Jennersdorf holte man mit einem tollen 5:0 Sieg beide Punkte und danach wurde kein einziges Spiel mehr in der Herbstrunde verloren. Mit einem 6. Platz hatte sich die Mannschaft eine gute Ausgangsposition für das Frühjahr geschaffen. In der Frühjahrsrunde bestätigten unsere Burschen dann, dass die Erfolge im Herbst kein Zufall waren.
Lange Zeit spielten sie sogar ganz vorne an der Spitze mit
und belegten schließlich in der Endabrechnung einen guten
sechsten Tabellenrang.
Damit erreichten sie auch die Teilnahme am ÖFB-CUP. Ein
Spieler aus dieser großartigen Mannschaft legte den Erfolg
seinen besonderen Stempel auf.
"Jimmy" Ebner brachte die Hierachie unter den damaligen
"Landesligabombern" in Unordnung und holte sich auf Anhieb mit
25 Treffern den Titel des Schützenkönigs.
Die weiteren Tore dieser Saison erzielten: Heredi 8, G. Bors 7, Jü. Ebner 4, R. Ebner 3, F. Lehner, E. Bodor je 2, W. Lidy, M. Sack, He. Bodor je 1.
Die guten Leistungen wirkten sich natürlich auch auf die
Zuschauerzahl aus.
Mit einem Durchschnitt von fast 700 Zuschauern lag der UFC
TADTEN bei den Spitzenteams der Liga.
Zu echten Highlights wurden dann die ersten Begegnungen im
österreichischen Fussballcup.
Als unsere Mannschaft den Regionalligaspitzenverein Sigless
im ersten CUP-Spiel sensationell mit 5:1 aus dem Pappelstadion
schoss und in der zweiten Runde nur knapp mit 3:4 an
Zweitdivisionär Oberwart scheiterte überschlugen sich die
Schlagzeilen in den Sportberichten.
Tadten wurde zum Zuschauermagneten, überholte
Ex-Regionalligaverein Gols in der Tabelle und war nun die klare
Nr. 1 im Seewinkel. Das wir diese Position 10 Jahre lang halten
konnten, hätte damals kaum jemand für möglich gehalten.